AUS UNSEREN EINRICHTUNGEN

Beim Elternworkshop am 25.04.2026 werden nun die Angehörigen für einen Tag "therapiert".

Nach einfachen TEACCH-Rezepten zu kochen oder sich mit verschiedenen Musikinstrumenten ausprobieren, sich mit eigenen Gefühlen auseinandersetzen oder bei der Wasserentspannung für eine halbe Stunde einfach ausschalten. Angehörigen der Bewohner von Haus am Lunapark konnten, im Rahmen von Elternworkshop, auf eigener Haut erleben, wie es sich anfühlt, mit den Herausforderungen des Therapiealltags konfrontiert zu werden.

Sich in die Haut der eigenen (autistischen) Kinder oder Geschwister versetzen zu können, besser nachempfinden können, wie der Alltag in einem Wohnheim abläuft. Das war der Hintergedanke mit dem das Therapieteam vom Haus am Lunapark den diesjährigen Elternworkshop vorbereitet hat. Und am 25.04.2026 ist es dann soweit.

Der Tag beginnt gleich mit der größten Herausforderung des Tages. Das Essen wird heute weder geliefert noch von der Küche gestellt, sondern es wird von den Teilnehmern selbst zubereitet. Verschiedene Gruppen kümmern sich um die Suppe, Baguette, Nachtisch und den Kuchen. Sie arbeiten nach Rezepten, die in kleinschrittige Arbeitsschritte runtergebrochen und mit kleinen Graphiken begleitet werden. So können ihre autistischen Familienmitglieder besser komplexe Abläufe, wie es nun die Zubereitung von einer ganzen Mahlzeit ist, verfolgen und umsetzen. Und auch bei den Eltern und Geschwistern der Bewohner funktioniert es hervorragend. Auch wenn der Kampf mit der Nudelmaschine hart ausgefochten werden musste, siegt doch am Ende der Geist über den unbändigen Nudelteig.
Zwischendurch wird die Möglichkeit angeboten sich im Entspannungsbad den Therapeuten und den verschiedenen Wahrnehmungsreizen zu überlassen und in weite Länder der Phantasie zu reisen.

Der Erfolg des Vormittags kann dann damit gefeiert werden, dass man sich das Mittagessen schmecken lässt und sich gegenseitig zur vollbrachten Leistung gratuliert. Darüber hinaus entstehen viele Gespräche, wo sich Angehörige miteinander über Sorgen und Freuden im Umgang mit Familienmitgliedern mit Autismus austauschen und beratschlagen. Gerade die Geschwister äußern sich besonders erfreut, dass sie andere Geschwister von Autisten treffen und kennenlernen können.

Nach der Mittagspause durchlaufen dann alle Teilnehmer vier verschiedene Stationen, wo sie wieder tätig werden müssen. Bei dem Musiktherapeuten können sie ihre stimmlichen und musikalischen Fähigkeiten zeigen, entdecken und ausprobieren. Sie können auch die Arbeit mit Filzen kennenlernen, die Wirkung der verschiedenen Farben entdecken und mit Pinel umsetzen und in der psychologischen Sitzung die gängigsten Gefühle auf verschiedene Art und Weise betrachten und besprechen.

Der Tag kann beim Kaffe und (selbstgebackenem) Kuchen ausklingen. In der abschließenden Gesprächsrunde klingt viel Dankbarkeit für den schönen gemeinsamen Tag an, aber auch Ideen, wie die Angehörigen auch über das Jahr über mehr im Kontakt bleiben können um sich gegenseitig unterstützen zu können.