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Montag,
4. Juli 2016

Freier Träger feiert Richtfest am Trebsener Pflegezentrum

Montag, 4. Juli 2016
Nachfolgend ein Artikel aus der "Leipziger Volkszeitung" vom 01.07.2016 für Sie zum Nachlesen

Freier Träger feiert Richtfest am Trebsener Pflegezentrum


Richtfest am Trebsener Pflegezentrum
Finanzvorstand Heinrich Schnatmann und Zimmermeister Mike Hirmer zum Richtfest auf dem Dach des dreistöckigen Hauses.

Trebsen. Richtfest feierte am Donnerstag das Internationale Bildungs- und Sozialwerk am künftigen Seniorenwohn- und Pflegezentrum Trebsen. Das Haus, das der gemeinnützige Verein bis Ende März kommenden Jahres fertigstellen will, sodass 68 älteren Menschen Platz bieten. Finanzvorstand Heinrich Schnatmann bezifferte die voraussichtliche Bausumme auf 6,5 bis sieben Millionen Euro.

Zimmermeister Mike Hirmer aus Torgau setzte am Dach den letzten Spornnagel an, den Schnatmann mit 35 Schlägen versenkte. In einem Gedicht, das gezielt auf das Heim verfasst wurde, erinnerte der Handwerker an die lange Zeit von der Grundstückssuche über die Verhandlungen bis hin zum Rohbau. Jana Berentzik, die mit der Einweihung die Leitung des Hauses übernehmen wird, betonte die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Stadtrat, ohne die das Vorhaben wenig Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.

Auch im Parlament mussten einige Bedenken ausgeräumt werden. Skeptisch hinsichtlich der Notwendigkeit einer neuen Einrichtung war vor allem der Abgeordnete Manfred Müller, der das Seelingstädter Caritas-Heim leitet. Dass er nun zum Richtfest der künftigen Konkurrenz erschien, freute Schnatmann besonders. „Wir sind an einem guten Miteinander und einer Kooperation interessiert“, sagte er, an Müller gerichtet.

Es sei gut, wenn weitere Hilfsangebote der stationären Pflege vorgehalten werden, meinte Karina Keßler, Leiterin des Sozialamts des Landkreises. Und Bürgermeister Stefan Müller (CDU) betonte den Bedarf direkt für Trebsen. „Viele ältere Menschen mussten, wenn sie pflegebedürftig wurden, bisher das Stadtgebiet nach Grimma, Wurzen und Naunhof verlassen. Nun haben wir die Hoffnung, dass sie bald am Ort bleiben können“, sagte er.

Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk mit Sitz in Iserlohn betreibt 50 Heime, Kindergärten und ambulante Einrichtungen in mehreren Bundesländern. 1500 Mitarbeiter sind fest angestellt.
Von Frank Pfeifer
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