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Freitag,
22. Februar 2019

Suchtprävention wird fest ins Portfolio aufgenommen

Freitag, 22. Februar 2019
Nachfolgend ein Zeitungsartikel aus der Thüringer Allgemeinen vom 20. Febr. 2019

Suchtprävention wird fest ins Portfolio aufgenommen


Der Testlauf für das neue Angebot des Internationalen Bildungs-und Sozialwerks wird von den Teilnehmern durchweg gelobt.



Kursleiterin Beate Kühnel (rechts) erarbeitete mit den Kursteilnehmern zunächst in großer Runde, was sie mit den Begriffen Sucht und Genuss verbinden. Foto: Patrick Weisheit Bad Frankenhausen.

Was ist Genuss? Was ist Sucht? Was Sind legale und was sind illegale Drogen? Diese und viele weitere Fragen kamen spielerisch auf den Tisch. Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren, die regelmäßig das Domizil in Bad Frankenhausen besuchen, wurden am Dienstagnachmittag im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien zum Thema "Genuss und Sucht" im "Haus am Kyffhäuser" für das Suchtprävention sensibilisiert.
Dazu eingeladen hatten das Internationale Bildungs-und Sozialwerk (Int-Bsw), das Präventionszentrum der Suchthilfe Thüringen, der Jugendhilfe-und Förderverein Bad Frankenhausen und das Jugend-und Sozialamt des Kyffhäuserkreises. Beate Kühnel vom Präventionszentrum der Suchthilfe in Thüringen in Erfurt, verdeutlichte zunächst die beiden zentralen Begriffe. Auf buntem Karton wurden die Begriffe "Sucht" und "Genuss" geschrieben und besprochen. Im Anschluss konnten die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe der weiteren teilnehmenden Erwachsenen, darunter Jeffrey Schulz vom Jugendamt des Kyffhäuserkreises, Sophie Plath vom Internationalen Bildungswerk und Psychologin Victoria Zygan, auf Karteikarten Dinge oder Handlungen festhalten, die sich mit Sucht beziehungsweise Genuss verbinden. In der anschließenden Auswertung stellten die Teilnehmer dann fest, dass beispielsweise Alkohol, Schokolade oder Handyspiele bei den Kategorien zugeordnet werden können. Deshalb wurde dann auch die Intensität dessen und die Abgrenzung von Genuss und Sucht definiert.
Teilnehmerin Rebecca gefiel der Kurs: "Es war interessant über diese Themen zu reden". Diese Veranstaltung war ein Probelauf für ein neues Projekt, das im Sommer im Internationalen Bildungs-und Sozialwerk in Bad Frankenhausen starten soll. Es heißt "Jonailian" und soll, wie Jeffrey Schulz sagt, dabei helfen, dass Schamgefühl, Angst, Schuld sowie das Gefühl allein zu sein in einem gemeinsamen Austausch weichen und zu einer positiven Zukunft beitragen. Feste Ansprechpartner, ein stabiler Rahmen und Routine sollen helfen, eigene Ressourcen zu erkennen, auszuweiten und zu festigen. Es findet über unterschiedliche sozialpädagogische Angebote eine Stärkung aller statt, die bis in ihren Familien-und SchulalItag hineinreicht. Auch eine Kooperation mit den Jugendhäusern im Landkreis ist dabei angedacht. Die Projektkoordination werden Sophie Plath und Chris Hagen übernehmen. Heute Abend findet eine ähnliche Veranstaltung in der Kyffhäuserland-Grundschule in Rottleben statt. Die Gemeinde und das Jugend-und Sozialamt des Kyffhäuserkreises laden Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer dazu ein, sich mit Tabak-, Alkohol-und Mediensucht zu beschäftigen. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen. Patrick Weisheit /20.02.19

Jonathan soll fliegen

Jugend-und Sozialamtes Kyffhäuserkreis gemeinsam mit dem Intemationalen Bildungs-und Sozialwerk e. V. und dem Präventionszentrum der SiT GmbH: Wie bereits im vergangenen Jahr beteiligt sich der Kyffhäuserkreis an der bundesweiten Aktionswoche "Vergessenen Kindern eine Stimme geben" zugunsten von Kindern aus suchtbelasteten Familien Dazu diese Meldung aus dern Landratsamt...

Die Möwe Jonathan ist in der Geschichte von Richard Bach ein Vogel, der aus der Rolle fällt, der eine Außenseiterrolle einnimmt. Kinder und Jugendliche, die in einer Familie aufwachsen, in der die Thernen Sucht oder psychische Erkrankung eine Rolle spielen, können auch leicht in eine Außenseiterrolle rutschen, Sie wachsen in einer Umgebung auf, in der nicht immer alles rund läuft, Kinder und Erwachsene auch schon mal die Aufgaben tauschen und fur Spiele -wie sie die Möwe Jonathan liebt -keine Zeit bleibt.

Hilfesysteme bieten vielfältige Unterstützung an. Bundesweit sind diese bisher allerdings kaum auf die ganz eigenen Bedürfnisse der betroffenen Kinder und Jugendlichen angepasst. Gemeinsam mit dem Präventionszentrum der SiT GmbH, welches thüringenweit zum Thema "Kinder aus suchtbelasteten Familien"agiert, begegnet das Jugend-und Sozialamt des Kyffhäuserkreises dem Thema bereits seit vielen Jahren multiprofessionell. Inzwischen steht fest: Es soll in diesem Sommer ein konkretes Gruppenangebot namens "Jonathan" starten, welches sich ausschließlich dieser Zielgruppe widmet. Jonathan soll fliegen!

Das Internationale Bildungs-und Sozialwerk e. V. (int-bsw) hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Beitrag zu leisten, um positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder-und familienfreundliche Umwelt zu schaffen und/oder zu erhalten. Schamgefühl, Angst, Schuld sowie das Gefühl allein zu sein, sollen in einem gemeinsamen Austausch weichen und zu einer positiven Zukunft beitragen. Feste Ansprechpartner, ein stabiler Rahmen und Routine helfen dabei, eigene Ressourcen zu erkennen, auszuweiten und zu festigen. Es findet über völlig unterschiedliche sozialpädagogische Angebote eine Stärkung aller statt, welche bis in ihren Familien-und Schulalltag hineinreicht.

Wie bereits im vergangenen Jahr beteiligt sich der Kyffhäuserkreis an der bundesweiten Aktionswoche "Vergessenen Kindern eine Stimme geben" zugunsten von Kindern aus suchtbelasteten Familien. So wird unter anderem noch im Februar 2019 in den Räumlichkeiten des int-bsw e. V. mit Kindern und Jugendlichen des Jugendhauses "Domizil" ein Angebot zum Thema "Genuss und Sucht" durchgeführt.

Die gemeinsame Veranstaltung ist der Auftakt von vielen weiteren Angeboten in diesem Jahr, nicht nur für die betroffenen Familien, sondern auch die Fachkräfte des Kyffhäuserkreises werden weiterhin zum Thema unterstützt -damit "Jonathan" nicht nur fliegen lernt, sondern dies auch möglichst lange und freudvoll tun kann!
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