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Mittwoch,
5. Januar 2011

Aktion Rumänienhilfe

Mittwoch, 5. Januar 2011
Hilfe für die Ausstattung der ersten Hospizeinrichtung in Rumänien (Cluj-Napoca)

Rumänienhilfe 2009

(Die freiwilligen und fleißigen Helfer von der "Aktion Rumänienhilfe" 2009)

Alle Jahre wieder arbeiten die freiwilligen und sehr fleißigen Helfer der „Aktion Rumänienhilfe“ des Internationalen Bildungs- und Sozialwerk e.V. in den eigenen Zimmern und Wohnungen, um den Bewohnern, Angehörigen und Besuchern von „Haus St. Martin“ und den Bürgern aus dem Iserlohner Norden eine breite Palette an Schönem und Dekorativem zu bieten. Die diesjährige „Aktion Rumänienhilfe“ findet von Donnerstag, dem 11.11 bis zum 18.11.2010 im „Haus St. Martin“ und im Mehrgenerationenhaus in der Scherlingstraße 7-9 in Hennen statt.

Neben dem Verkauf der selbst hergestellten Gegenstände bietet sich zugleich die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und allerlei anderen leckeren Dingen. Doch bei allem was getan wird, geht es den Helfern vor allem um die Hilfe für besonders hilflose Menschen.

Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Förderung der ersten Hospizeinrichtung in Rumänien. Die Hospizeinrichtung wird den Namen „Der heilige Nectarie“ in Cluj-Napoca (ehem. Siebenbürgen) tragen. Die Anschrift lautet: Cluj-Napoca, Fabricii de Zahar Str. Nr. 51.

Gerade die Versorgung Sterbender und die Betreuung in ihren Familien ist in Rumänien ein großes soziales und gesellschaftliches Problem. Es besteht keine Infrastruktur und keine Einrichtung, die die palliative Versorgung der schwer krebskranken Betroffenen und die psychologische Betreuung der Angehörigen bisher sicherstellt. In intensiven Gesprächen vor Ort überzeugten sich Prof. h.c. Heinrich Schnatmann, Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Sozialwerk e.V. und Dozent an der Technischen Universität Cluj-Napoca und viele Mitglieder der ehemaligen Laufgruppe der Dorfgemeinschaft Rheinen persönlich und „vor Ort“ im Sommer dieses Jahres vom dringenden Bedarf.

Die Linderung der körperlichen Schmerzen und ihrer Begleiter-scheinungen, die Sicherung und Bewahrung eines Restes an Lebens-qualität und der Erhalt der Menschenwürde der krebskranken Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sind das primäre Ziel der diesjährigen Aktion. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten und ehrenamtlich Engagierten, organisiert von Frau Prof. Dr. Mirela Gherman-Caprioara der medizinischen Universität Cluj-Napoca, betreuen bereits jetzt die krebskranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Das rumänisch-orthodoxe Erzbistum Vad, Feleac und Cluj, Herr Weihbischof Vasile Somesanul und seine Mitarbeiter betreuen und begleitet liebevoll und mit viel Engagement die todkranken Kinder und Jugendlichen. Die konzeptionelle Weiterentwicklung sowie der Rohbau sind bereits abgeschlossen, so dass alle hoffen, dass im kommenden Jahr die ersten Patienten das neue Haus beziehen können.

Leider fehlt es auch bei diesem sozialen Projekt an der notwendigen finanziellen Ausstattung.

An dieser Stelle war für die ehrenamtlichen Helfer der „Aktion Rumäni-enhilfe“ schnell klar, wofür Sie auch in diesem Jahr wieder viele Stunden Ihrer Freizeit einbringen werden. „Kurz vor Eröffnung des Basars wird es schon manchmal eng mit der Fertigstellung der selbstgebastelten Advents- und Weihnachtsartikel, und der frische Stollen soll ja auch wirklich frisch sein“, erläutert Gisela Kutz aus Hennen. Frau Kutz engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für die Aktion Rumänienhilfe, „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir wirklich helfen können“. Alle ehrenamtlichen Helfer haben sich auch mehrfach direkt „vor Ort“ ein Bild von der Notwendigkeit machen können. Der Erlös der Aktion wird selbst verwaltet und fließt zu 100% in das Projekt ein. Die Projektbegleitung und Betreuung findet regelmäßig in Eigeninitiative statt.

Das stationäre Hospiz für Krebskranke in der letzen Lebensphase umfasst 20 Einzelzimmer. Einzelzimmer, damit für die Sterbenden und Ihre Angehörigen ein hohes Maß an Privatsphäre in einer ohnehin schwierigen Zeit gewährleistet werden kann. Angeschlossen ist eine palliative Ambulanz für die Menschen, die noch von ihrer Familie begleitet werden können. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pfarrern, Apothekern, Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfern steht den Betroffenen Rund um die Uhr zur Verfügung. Der Träger des Hospizes wird das Erzbistum Vad, Feleac und Cluj der rumänisch-orthodoxen Kirche sein. Neben der Linderung der körperlichen Leiden soll auch die seelsorgerische und soziale Unterstützung der Menschen im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Prof. h.c. Heinrich Schnatmann bittet alle Bürger um Unterstützung des dringenden Projektes. Für Informationen stehen an allen Tagen die ehrenamtlichen Helfer zur Verfügung. Informationsmaterial zum diesjährigen Schwerpunkt liegt in der Auslage bereit. Im kommenden Jahr wird der Weihbischof Somesanul und die ärztliche Betreuerin, Frau Prof. Dr. Gherman-Caprioara Iserlohn besuchen, um sich persönlich bei allen ehrenamtlichen Helfern bedanken.

Im Rahmen der Aktion Rumänienhilfe konnten in den letzten 10 Jahren insgesamt 60 Hilfstransporte für die ländlichen Schulen, Altenheime, und Kindergärten aber auch für obdachlose und verwahrloste Jugendliche und alte Menschen mit einem Gewicht von über 1.000 Tonnen und einem Zeitwert von ca. 2 Millionen Euro gesammelt, organisiert und umgesetzt werden.

Für diese besondere und herausragende Hilfe bedanken sich der rumänische Botschafter in Berlin, Herr Dr. Lazar Comanescu, der Landrat des Landkreises von Bistrita-Nasaud, Herr Liviu-Mihai Rusu und alle Bürgermeister und sozialen Vereine in der Nord-West-Region Rumäniens sehr herzlich bei der Bevölkerung von Deutschland und natürlich besonders bei den „Iserlohnern“.
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